Zum Inhalt springen
02.01.2026

Schwester M. Raphaela (Renate Stöckel) verstorben

Das Bild zeigt die Blüte einer roten Rose, die in einem Geflecht aus Ranken mit Dornen steckt.

Das Requiem ist am Montag, den 12. Januar 2026 um 9.00 Uhr in der Kapelle des Klosters St. Augustinus, 12249 Berlin, Gallwitzallee 143; anschließend die Beerdigung, um 10.15 Uhr auf dem St. Matthias Friedhof in 12105 Berlin, Röblingstraße 91


Schwester M. Raphaela, Renate Stöckel

Schwester M. Raphaela wurde am 25. September 1940 als Tochter des Rangierarbeiters August Stöckel und seiner Frau Elisabeth, geb. Anders in Neiße/Oberschlesien geboren. Als sechstes Kind, von acht Geschwistern wuch sie zunächst in Neiße und nach der Flucht 1945 in Seelze, in der Nähe von Hannover auf. Dort besuchte sie von 1947 bis 1955 die Grundschule. Im März 1955 ging sie in eine Familie nach Düdinghausen und erlernte dort die Hauswirtschaft. Im November 1955 ging sie in den Kindergarten nach Seelze und lernte dort die Kindergartenarbeit kennen und lieben. An diesem Ort waren auch die Marienschwestern tätig. Am 2. Januar 1961 trat sie in die Kongregation der Marienschwestern in Berlin Lankwitz ein.

Vom April 1961 bis März 1962 besuchte sie die Kinderpflegeschule in Taben bei Trier und legte die Zusatzprüfung der sozialen mittleren Reife ab.

Am 1. Mai 1962 begann sie das Noviziat. Danach legte sie am 1. Mai 1964 ihre erste Profeß und am 1. Mai 1969 ihre ewige Profeß ab.

Für Schwester M. Raphaela begann nach der ersten Profeß eine sehr bewegte Zeit. Ihre erste Versetzung hatte sich nach Altenfurt bei Nürnberg und war dort im Kindergarten tätig. Dann folgten immer wieder Aushilfstätigkeiten in Kindergärten, in Berlin, in Fischbach, wieder in Altenfurt, in Langweiler. Bis sie im Oktober 1966 in den Konvent nach Cochem versetzt wurde und dort im Kindergarten tätig war. Auch hier hat sie nur eine kurze Zeit gewirkt. Im Oktober 1967 bis Februar 1969 begann wieder eine erneute Wanderschaft, in dem sie immer wieder zu verschiedenen Vertretungen in Langweiler und Berlin war. Von 1969 bis 1971 besuchte sie in Berlin das katholische Kindergärtnerinnen Seminar und schloss die Ausbildung am 21. Juni 1971 ab und war bis zum 23. Februar 1972 in Berlin Wittenau tätig. Nun kam sie nach Hünsborn und war dort im Kindergarten bis zum 29. März 1979 tätig.

Von April 1979 bis zum August 1997 war sie in Altenfurt im Kindergarten tätig. Nachdem der Konvent in Moorenbrunn aufgelöst wurde, kam sie in den Konvent des Seniorenzentrum St. Hedwig nach Cochem. Hier war sie bei der Beschäftigung der Senioren tätig. Ihre Freude an Musik und am kreativen Gestalten konnte sie hier gut einsetzten. Sie war in der seelsorglichen Betreuung bei den Bewohnern gern gesehen.

In Cochem übernahm sie von 2006 bis 2012 das Amt der Oberin, gleichzeitig war sie in dieser Zeit im Provinzrat tätig. Nachdem sie am 31. März 2012 als Oberin abgelöst wurde, ist sie in den Konvent des Marienkrankenhauses in Cochem versetzt worden.

Aus gesundheitlichen Gründen wurde sie im September 2016 in den Konvent des Klosters St. Augustinus nach Berlin versetzt. Hier half sie bei der Tischbedienung und an der Pforte. 

Schwester M. Raphaela, war immer bereit, sich dort einsetzen zu lassen, wohin man sie geschickt hat. Die neuen Herausforderungen nahm sie im Vertrauen auf Gottes Führung und Fügung an. Im Frühjahr 2025 erkrankte sie an einer schweren Grippe und hat sich von da an nie ganz erholt. Am 19. Dezember 2025 wurde sie von ihrem Leiden erlöst.